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Sugarpill, the Queen of Hearts
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Die theBalm-Hysterie oder: wie ich es nicht fassen konnte
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Lime Crime – Raubzug, Swatches, Fazit, Diskussion?

Sugarpill, the Queen of Hearts

Bereits seit Anfang Mai machte Amy Doan, die Gründerin der Indie-Marke Sugarpill, alle ihre Fans auf Facebook und Instagram verrückt, da sie ständig Looks mit neuen umwerfend schönen Sugarpill-Lidschatten zeigte.
Sie verkündete dann, dass die dritte und finale Pallette der “Addicted to Pretty”-Quads mit dem wunderschönen Namen “Heart Breaker” am 18. Mai erscheinen würde. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, was ich als bekennender Sugarpill-Fan DIREKT am 18. Mai bestellt habe :D
Der Versand dauerte dieses Mal relativ lange und davon abgesehen musste ich auch noch zum Zoll (die begrüßen mich da schon mit Namen. Dafuq?!). Schlussendlich hat sich aber jeder Aufwand gelohnt, denn die Heart Breaker Pallette ist meiner Meinung nach wunderschön und die perfekte Ergänzung zur Burning Heart Palette, mit der Sweetheart Palette bin ich ja nie so richtig warm geworden.
Ihr werdet schon sehen, was ich meine :D
Bei der Gelegenheit habe ich mich nicht lumpen lassen und außerdem noch einige Wimpern mitbestellt und auch die beiden Pigmente, die ich am außergewöhnlichsten finde.
Natürlich fange ich aus aktuellem Anlass gleich mal mit der Heart Breaker Palette an, obwohl es zu der ja bereits wahnsinnig viele Berichte von Sugarpill-Fans aus der ganzen Welt zu sehen gibt.

 Ich wollte sowieso mal meine Lidschatten swatchen, da ich das bei meinem letzten Haul der Marke im vergangenen Januar noch gar nicht gemacht habe. Der Vollständigkeit halber habe ich also alle meine Palletten geswatched aber wie angekündigt, beginne ich mit der jüngsten.
Als erstes enthüllte Amy “Acidberry” und schon zu dem Zeitpunkt war mir klar, dass ich diese Pallette kaufen würde. Wie ich bereits oben erwähnte, hat mich die Sweetheart Pallette nicht so umgehauen wie Burning Heart. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich sowohl “Midori” als auch “Afterparty” ziemlich unspektakulär und auch von der Verarbeitung her schwieriger finde. Daher habe ich mich umso mehr auf “Acidberry” und später “Velocity” gefreut, weil die einfach viel mehr sugarpill sind.
Daraufhin wurde “2am” gezeigt, was mich jetzt nicht ganz so doll vom Hocker gerissen hat, weil ich doch recht selten lilafarbene Lidschatten benutze und wenn, dann eigentlich eher richtige Violetttöne mit einem höheren Blauanteil (zum Beispiel “Poison Plum”). Rotlastigere Lilafarben sind eigentlich nicht so mein Ding, dennoch halte ich die Farbe für eine schöne und stimmige Ergänzung zu den anderen drei Tönen.
“Mochi” hat mich dann total neugierig gemacht. Ja, ein Aqua/Türkis brauchte Sugarpill unbedingt noch! Ich finde die Farbe ganz ganz großartig, gerade in Verbindung mit “Acidberry” und “Velocity” kommt “Mochi” richtig gut, wie man an den vielen Looks sehen kann, die schon im Netz kursieren.
(Swatches links ohne und rechts mit Base).
Viele haben ja über die in der Tat schwächere Pigmentierung der Heart Breaker Lidschatten gemotzt.
Ich bin ja jetzt nicht so der Fan davon Lidschatten einzig aufgrund ihrer Pigmentierung hochzuloben oder zu verteufeln. Ich persönlich muss sagen, dass ich die Lidschatten besonders leicht zu verarbeiten und zu verblenden empfand. Obwohl einige Sugarpill-Lidschatten (insbesondere die leicht schimmrigen wie “Love+”, “Midori” und “Afterparty”) recht kalkig wirken, schaffen sie es trotzdem, sich leicht verblenden zu lassen, was für mich ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal ist. Ich habe sogar das merkwürdige Gefühl, dass das mit den sehr weichen, buttrigen Lidschatten wie “Flamepoint”, “Buttercupcake” und “Tako” nicht so leicht ist, aber da bin ich mir wie gesagt nicht sicher.
Jetzt mal alle Palletten zusammen, weil das echt ein Augenschmaus ist *___*
Zu den beiden anderen Palletten sage ich jetzt nichts mehr, die kennt ihr schon in- und auswendig und habt sie auch schon sehr sehr oft hier auf dem Blog im Einsatz gesehen.
Die Addicted to Pretty Palletten enthalten jeweils 4 Lidschatten á 4g und kosten $34, die Einzellidschatten kosten $12.
(Hier habe ich alle Lidschatten auf Base geswatched).
Ich finde es ganz toll, dass alle Lidschatten so gut zusammenpassen. Ich weiß nicht, wie die das hinkriegen, aber man kann irgendwie alles zu allem kombinieren und es sieht nie komisch aus. Habe ich bei einer Marke so noch nie beobachten können.
Zu den Pigmenten. Hier habe ich mich für die beiden mega berühmten “unbunten” Farben “Tiara” und “Goldilux” (!!!) entschieden, es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ich mir die kaufen würde.
Ich wollte eigentlich immer ein paar der anderen sehr coolen Farben ausprobieren aber dann war ich aufgrund der Auswahl so überfordert, dass es nur die beiden lang angeschmachteten metallischen Farben wurden, die ihrem Ruf alle Ehre machen (als hätte ich daran je gezweifelt xD).
Die ChromaLust Pigmente enthalten jeweils 5g und kosten $12.
Ja, ihr seht sie hier wieder OHNE BASE, links trocken und rechts feucht aufgetragen O___O.
So glitzrig und doch so weich, das zeitgleich zu schaffen ist echt eine Leistung.
Zum Schluss noch ein kleiner Ausblick auf die Falsies, die ich mir bestellt habe.
Da hätten wir ganz oben “Dewdrop”, links oben “Baby Dewdrop”, rechts oben “Porcellain”, links unten “Precious” und rechts unten “Sinnocent”. Die kleinen kosten je $5, die größeren (in meinem Fall “Dewdrop”) $8 das Paar, was ich wirklich günstig finde.
Beziehen könnt ihr die Produkte natürlich über die offizielle Sugarpill-Website (US), einen Teil des Sortiments gibt es auch bei Love-Makeup (UK).
Der internationale Versand bei Sugarpill kostet $12, entfällt aber bei Bestellungen über $75.
Also dann! Wie findet ihr die Heart Breaker Pallette im Speziellen und Sugarpill im Allgemeinen? Seid ihr auch so große Fans wie ich? Ich freue mich auf eure Meinungen!
Liebste Grüße!

Die theBalm-Hysterie oder: wie ich es nicht fassen konnte

Am Morgen des 25. Mai erwachte ich nichtsahnend und noch bevor ich Facebook und Twitter checkte, überreichte ich Blacky sein Geburtstagsgeschenk und packte es mit ihm zusammen aus.
Mit einem seligen Hunde-Wuschel-Kopf auf dem Schoß und dem Handy in der Hand, konnte ich dann kaum glauben, was ich bei temptalia las: theBalm Deal? Alle drei Shady Lady Palletten zum Preis von einer?!
Ich war ja derartig fassungslos! Nicht mal unbedingt von diesem Knallerpreis sondern viel eher von der Tatsache, dass es die Shady Lady Vol. I tatsächlich wieder gab. Als ich damals nur stiller Beobachter der Community war, habe ich sie diverse Male gesehen und war ihr von Beginn an verfallen. Gerade ich, als der totale Leo-Muster Nerd muss auf eine Pallette im Geparden-Look einfach abfahren.
Später dann, mit Aufnahme des Blogs (und vor allem eines Nebenjobs als Einnahmequelle), war die Pallette unauffindbar und offensichtlich discontinued. Hat jemand von euch damit gerechnet, dass die Pallette nochmal wiederkommen würde? Ich nicht! Ich finde eigentlich auch, dass die Tatsache, dass Lidschatten auch doppelt vorkommen, dafür spricht, dass auch theBalm das nicht unbedingt geplant hat.
Ich habe alles abgesucht, wirklich ALLES: eBay, Foren, private Blogsales, zwielichtige Onlineshops… Nichts. Wie ausgelöscht.
So war ich sehr traurig, begrub meine Hoffnungen und schlug im theBalm-Ausverkauf bei Douglas ganz gut zu. Da legte ich mir sechs Single-Lidschatten zu, die zum Teil auch in der ersten Shady Lady Pallette enthalten waren. Es war ein Trost, wenn auch ein schwacher.
Die zweite Pallette besaß ich ja schon und konnte es daher wirklich nicht fassen, dass ich die Möglichkeit bekam, die “Trilogie” zu vervollständigen.
K.O.-Kriterium für viele war natürlich die Tatsache, dass man nur mit Kreditkarte zahlen konnte und weiterer Wermutstropfen dann, dass die internationalen Versandkosten auf $40 raufgesetzt wurden.
Da aber ab $100 die internationalen Versandkosten entfallen, war für mich beides kein Problem und ich shoppte was das Zeug hielt :D.
Und so erfüllte ich mir neben den Palletten noch meinen weiteren Wunsch der kompletten Blush-“Trilogie”.
“Frat Boy” habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen und liebe ihn heiß und innig und so habe ich mich total gefreut, jetzt endlich auch “Cabana Boy” und “Down Boy” mein Eigen nennen zu können, nachdem ich speziell “Cabana Boy” an so vielen Bloggerinnen bewundert habe.
Davon abgesehen wollte ich schon immer den gehypten und allseits vergötterten “Mary-Lou Manizer” haben und so kam ich mit den Produkten insgesamt auf $105, was knapp 80€ waren, die man aus meiner Sicht nicht besser hätte anlegen können :D
Heute morgen trudelte das total ramponierte Päckchen in MEINEM BRIEFKASTEN ein (ich musste ausnahmsweise mal nicht zum Zoll!!!!!!1111einseinself) und so sieht mein Raubzug also visuell aus:
*Herzchenaugen*
Ich sage gleich mal vorneweg, dass das hier keine Swatchparty wird. Die mache ich separat, da es ja noch gar keine Shady Lady Swatches im deutschsprachigen Raum gibt, wenn ich michnicht täusche. 
Heute hatte ich aber nur Zeit für einen schnellen Raubzug-Überblick :)

Ich beginne NATÜRLICH mit den Palletten.
Was mich zunächst mal echt erstaunt hat, ist die Tatsache, dass alle logischerweise gleich groß sind aber alle drei unterschiedlich viel enthalten. Während die erste Ausgabe 19,4 g barg, hatte die zweite zumindest noch 17 g Inhalt aber die dritte und jüngste Version enthält nur noch 14,4 g ;___;
Wo sind die 5 g bitte geblieben? Das ist ganz schön viel!
Dennoch kosten alle gleich viel Geld, auf der theBalm Website sind das $39,50 während man in den deutschen Onlineshops, die theBalm führen, für eine Shady Lady Pallette so 42€ hinlegt.
Man sieht das zusammen schick aus, wenn gleich die dritte Version bissi schrill geraten ist.
Volume I enthält offensichtlich die berühmtesten theBalm-Farben und ist für meinen Geschmack am schönsten zusammengestellt. Ich lehne mich mal soweit aus dem Fenster zu behaupten, dass das die schönste Farbzusammenstellung ist, die ich überhaupt kenne.
“Caught In The Act Courtney” – Dunkelbraun mit Goldglitter
“Shameless Shana” – Karamellbraun
“Luscious Lani” – Kühles Rosa
“Jealous Jordana” – Dunkles Tannengrün
“Risqué Renee” – Violettstichiges Marineblau
“Curvy Cami” – Sehr schimmriges Mauve-Violett
“Jet-Setting Jennifer” – Helles Gold
“All About Alex” – Taupe-Oliv-Gold
“Easy Wheezie” – Blaustichiges Gunmetal-Grau
Die zweite Pallette ist aus meiner Sicht eine würdige Ergänzung und wartet im Vergleich zu Volume I mit nuderen Tönen auf, mit denen sich sehr schöne auffällig unauffällige Alltags-AMus schminken lassen.
“Caught In The Act Courtney” – siehe oben
“Feisty Felicia” – Dunkles Violett mit pinkem und goldenem Glitter
“Insane Jane” – Goldtaupe mit Multipearl
“Bossy Bobbi” – Jeansblau
“Makeout Mary” – Lindgrün
“Just This Once Jamie” – Helles bräunliches Mauve
“Mischievous Marissa” – Peachgold
“Tempting Tara” – Schimmerndes Weiß
“Devilish Danielle” – goldenes Nude
Ja, mit der dritten Pallette bin ich mir noch nicht so sicher. Es sind zwar sehr sehr schöne und wirklich interessante Einzelspieler dabei, aber auf mich wirken fünf der neun Lidschatten recht fad und irgendwie gezwungen.
Das schöne an der ersten Pallette ist ja genau das, das jeder Lidschatten ein Kracher ist.
Aber gut, sie können das Rad ja auch nicht neu erfinden.
“Lusty Lee” – Helles Silber
“Envious Erin” – Helles Nude
“Racy Kacy” – Bräunliches Kupfer
“Safe Bet Annette” – Helles Kaltes Rosa
“Runaround Rebecca” – Grüngold mit starkem Olivpearl
“Come-Hither Heather” – Silberschimmerndes Mauvebraun
“Open To Offers Olwen” – Leicht Goldschimmerndes Türkis
“All The Way Annie” – Leicht Bräunliches Aubergine
“Guilty Gwen” – Mattes Schwarz mit starkem Silberglitter
So und hier nochmal alle drei auf einen Blick, ein sehr schicker Anblick wie ich finde :D
Weiter geht es mit dem Mary-Lou Manizer. Wie das bei theBalm ja üblich ist, besticht auch hier wieder die äußerst sinnig-gewitzte und wunderschöne Verpackung.
Enthalten sind 8,5g und bei theBalm ist der Highlighter mit $24,00 sogar etwas teuer als die gängigen 17 € in deutschen Onlineshops.
Ich bin wirklich total froh, dass ich mir endlich ein Herz gefasst und dieses Schätzchen gekauft habe, denn die vielen begeisterten Lobeshymnen sind soo nachvollziehbar. Wirklich wunderschöner Effekt *__*
Und nun zu den wunderschönen Blushes.
Die etwas ältere “Trilogie” mit den Mammas habe ich nicht gesammelt, hier hat mir “Hot Mama” gereicht, denn mit dem “Bahama Mama” Bronzer und dem “Sexy Mama” Finishing Powder konnte ich nicht viel anfangen. Umso mehr freue ich mich über diese schicken Jüngelchen.
Auch hier haben wir wieder das faszinierende Phänomen der unterschiedlichen Füllmengen.
Das am längsten erhältliche Blush “Down Boy” enthält noch 9,9g, die beiden jüngeren Brüder “Cabana Boy” und “Frat Boy” dann nur noch 8,5g.
Mit $21 sind auch die Blushes auf der offiziellen Website ein wenig teurer, bei uns sind es knapp 15€.
Und so sehen die vereinten Geschwister aus:
Es sind wirklich wunderschöne subtile aber gleichermaßen ausdrucksstarke Farben.
“Frat Boy” – Pfirsich-Apricot
“Cabana Boy” – Schimmrige Beerige Rosenholzfarbe
“Down Boy” – Sanftes Kühles Babyrosa
Typisch theBalm sind auch die Innenseiten sehr schick und thematisch gestaltet.
(Mit liebevollen Details kriegt man mich ja immer).
Ja, das war mein Einkauf, ich bin immernoch ganz high vor Freude :D
Einfach unglaublich, dass mir meine beiden sehnlichsten Kosmetikwünsche in 2012 erfüllt wurden: die Shady Lady Vol. I UND die Style Black Mineralize Eyeshadows von MAC ♥
Zu guter letzt wollte ich noch ein paar Worte zum Bestellvorgang an sich verlieren.
Ich war erstmal relativ ungläubig, da die Seite, auf der man die Zahlung vornimmt, ziemlich deletantisch gemacht ist und irgendwie verdächtig aussieht.
Im Endeffekt gab es aber keine Probleme. Ich war sehr überrascht, dass das Päckchen nur ganz genau zwei Wochen gebraucht hat, sonst warte ich VIEL länger auf amerikanische Sendungen.
Abschließend wollte ich euch aber noch das Päckchen zeigen, ich hab heute nämlich echt blöd geguckt.
SO kamen die Sachen bei mir an:
Das Päckchen war total demoliert und es stand kein Absender und kein Firmenlogo dran. 
Es deutete auch nichts darauf hin, dass das Päckchen aus Amerika kam. Trotz der Tatsache, dass es so ramponiert ankam, waren die Produkte wie ihr gesehen habt, in tadellosem Zustand, da zig Mal mit Luftpolsterfolie umwickelt.
Also alles nicht schlimm aber seltsam.
Und damit verabschiede ich mich ^____^.
Feiert alle mit mir die wahnsinns-absolut-mega-genial-geile Nachricht, dass die Shady Lady Vol. I WIEDER VERFÜGBAR IST!
Wie gefallen euch denn die Produkte, habt ihr vielleicht selbst was davon und mögt ihr theBalm auch so sehr wie ich? 
Liebste Grüße!

Lime Crime – Raubzug, Swatches, Fazit, Diskussion?

Der Blogpost, auf den ich schon ganz lange gewartet habe. Nun ist es endlich so weit und ich freue mich :D
Ich möchte euch an dieser Stelle gern alle meine Lime Crime Produkte zeigen und swatchen und auch meine Meinung dazu kund tun. Ich habe die Sachen jetzt schon eine ganze Weile und habe mir ein aus meiner Sicht vorurteilsfreies und objektives Urteil gebildet, was für mich zwar selbstverständlich aber in Anbetracht der “Skandale”, Verleumdungen und zum Teil sogar angeblichen kriminellen Aktionen für Viele nicht einfach ist.
Falls ihr euch informieren möchtet, verlinke ich euch gern den sehr detaillierten Blogpost von Lipsticks & Lightsabers, der Auslöser für Diskussionen gerade auch im deutschsprachigen Raum war.
Zunächst einmal zu den allgemeinen Fakten. Lime Crime ist eine Indie-Kosmetikmarke der Designerin Doe Deere, die in 2008 gegründet wurde. Anfänglich startete die Marke mit Pigmenten und Lippenstiften, die Produktrange wurde erst durch Lipglosse und gepresste Lidschatten in Pallettenform und jüngst um Liquidliner erweitert. Kern der Marke sind offensichtlich die krassen bunten Farben und die sehr glitter- und einhornlastigen Verpackungen.
Ich persönlich verfolge Lime Crime schon eine ganze Weile, allerdings habe ich früher nichts gekauft, weil mich nichts wirklich umgehauen hat. Die Pigmente fand und finde ich überhaupt nicht ansprechend, einerseits sind sie mir zu glitzrig und auf der anderen Seite ist jetzt keine Farbe dabei, die mich total umgehauen und die ich als einzigartig empfunden hätte. Bei den Lippenstiften war es das komplette Gegenteil, da haben mich die knallbunten Farben alle interessiert aber das hat mich dann widerum so überfordert, dass es lange Zeit nichts wurde.
Richtig angefixt hat mich die erste Fantasy Palette “Chinadoll” und dann vor allem die wunderschönen Carousel Glosse. Da war ich dann ganz heiß drauf zu bestellen, zumal ich ja sowieso so einen Fimmel für Indiemarken habe und in der Hinsicht NOCH williger bin zu bestellen, als ohnehin schon :D

Ich habe meine erste Bestellung aus Angst vor Zollgebühren im UK bei Love MakeUp aufgegeben, würde das rückblickend aber nicht empfehlen, da der Versand mit 8 € schon ordentlich zu Buche schlägt. Die zweite Bestellung habe ich dann direkt bei Lime Crime getätigt, da die Sortimente bei Love MakeUp meist recht bescheiden vorhanden sind, vieles ist monatelang ausverkauft und so erging es mir eben auch mit einem meiner Wunschprodukte, dem Carousel Gloss in der Farbe “Candy Apple”. Also habe ich direkt bei Lime Crime bestellt und bin von dem Service ganz begeistert. Mal von dem wunderhübschen Paket und den süßen Goodies abgesehen, ging der Versand aus Kalifornien überraschend schnell und auch der Zoll war kein Problem, da das Paket als $10-wertiges Geschenk deklariert war. Ich glaube, es hat ca. zweieinhalb Wochen gedauert. Ich hatte am gleichen Tag auch bei sugarpill bestellt (die Zentrale liegt ja auch in CA) aber deren Päckchen befindet sich laut Sendungsverfolgung immernoch am Flughafen von LA.
Wie das Päckchen von außen aussah, habt ihr ja schon auf dem ersten Bild gesehen. Sehr nett fand ich dann noch das Zitat von Doe Deere im Inneren, obwohl ich diese Meinung jetzt nicht unbedingt teile aber ich finde es immer toll, wenn man sich auch in der Präsentation der Produkte Mühe gibt.
Oben habt ihr schon alle meine Produkte auf einem Haufen gesehen, aber das war jetzt die Lieferung, die das zweite Päckchen beinhaltete:
Ich fange mit den Palletten an.
Natürlich sticht da auch wieder sofort die bombige Verpackung ins Auge. Sowohl Pallette an sich als auch die Pappverpackung sind ein echter Hingucker.
Die Lime Crime Fantasy Palettes bergen je fünf Lidschatten á 1,6g (ein MAC Lidschatten birgt 1,3g) und kosten im Lime Crime Onlineshop $34,99, das sind aktuell ca. 28 €, bei Love MakeUp sind sie mit £23,99 minimal teurer.
Am 1. Mai kam die “Palette d’Antoinette” ganz neu raus und da konnte ich als Pallettenmensch mit meinem Sammeltrieb echt nicht mehr widerstehen, zumal die beiden Palletten sich aus meiner Sicht auch so super ergänzen. 
Die Palette d’Antoinette enthält vier frühlingshafte Pastelltöne und ein stark schimmerndes Silber, hier hat mich das Promobild im Gegensatz zu dem der Chinadoll Pallette echt umgehauen. Wunderschön *_*
Ich habe wie immer ohne Base geswatched, was bei Pastelltönen logischerweise ein bisschen witzlos ist. Gerade das Rosa “Royal Flush” ist dadurch kaum zu sehen, aber wir wollen ja nicht schummeln :D
(Wie immer empfiehlt es sich bei den Swatches die Fotos durch Klicken zu Vergrößern!)
Ich mag bei Lime Crime generell die Farbnamen sehr gern, das meine ich nicht nur auf die Palletten bezogen, auch die Lippenstifte und Lipglosse hören sich alle sehr sexy an.
Weiter geht es mit der Chinadoll Pallette, hier haben wir also das angesprochene Gegenstück, nämlich vier total knallige “Primärfarben” und ein schimmriges Gold. Endlich kann man auf dem Swatchbild mal was erkennen :D
Und was ich immer mit “Gegenstücken” angesprochen habe, kann man meiner Meinung nach auf diesem Bild sehr schön erkennen. Ich finde, dass sich die Farben echt gut ergänzen!
Mein Fazit zu den Lidschatten:
Ich bin sehr angetan, die Textur ist seidig weich und buttrig und die Lidschatten lassen sich super einfach verarbeiten. Durch die feine Textur gelang mir das Verblenden mühelos und ich greife wirklich immer wieder zu den Palletten. Ihr habt ja schon ein paar Looks mit der Chinadoll Pallette hier auf dem Blog gesehen.
Das Preis-Leistungsverhältnis halte ich für absolut in Ordnung, da kann man echt nicht meckern, bei MAC bekäme man für den Preis einer Pallette gerade mal zwei Lidschatten mit weniger Inhalt. 
Zusätzlich gefällt mir die Optik sehr gut, die Pressung ist echt ein Augenschmaus und ist wirklich tief gepresst, sodass sie länger erhalten bleibt. Die Palletten kann ich nur empfehlen und sollten da noch weitere folgen, bin ich mir sehr sicher, dass ich mir auch diese zulegen werde.
Die Carousel Glosse kamen letztes Jahr auf den Markt und haben für mich heute noch das tollste Promobild, das ich je gesehen habe. Hier haben mich nur die “tragbaren” Farben interessiert, warum auch immer, denn ich besitze ja nunmal auch einen dunkelblauen Lippenstift aber ich bin zufrieden mit meinem Einkauf.
Natürlich besticht auch hier wieder die wunderschöne und detailverliebte Optik, ich finde das Thema an sich wirklich sehr gut umgesetzt. Definitiv die schönste Lipglossverpackung, die ich kenne.
Die Carousel Glosse bergen 3,5g Inhalt und haben eine ähnlich klebrige Textur wie die berühmten Dazzleglasses von MAC, sind allerdings viel farbiger und deckend. Ein Gloss kostet auf der Lime Crime Website $16,99 (bei Love MakeUp £11.50), das sind beides um die 14€.
Cherry On Top” ist ein kräftiges Fuchsia-Pink mit kleinen pinken Glitterpartikeln.
Candy Apple” ist ein sattes dunkles Apfelrot (der Name ist aus meiner Sicht Programm) mit roten Glitterpartikeln.

Mein Fazit zu den Carousel Glossen:
Auch diese Produkte sagen mir wirklich zu und sind meiner Meinung nach absolut empfehlenswert. Wieder lockt ein tolles Preis-Leistungsverhältnis und das Produkt hält, was es verspricht.
Mir gefällt vor allem das kurze Pinselchen, mit dem sich die Glosse sehr leicht und präzise applizieren lassen. 
Durch die klebrige Textur halten die Glosse sehr lange und davon abgesehen benötigt man nicht viel Produkt, da sie wirklich hervorragend decken. Dafür glitzern sie nicht SO stark wie die angesprochenen Dazzleglasses, was aber auch nicht ihr Anspruch ist. Der Glitzer kommt in unterschiedlichen Lichtverhältnissen (vor allem im Kunstlicht) sehr gut zur Geltung, überwiegt aber nicht absolut, was mir sehr gut gefällt.
Nun zu den Lippenstiften. Die gibt es schon sehr viel länger, was man auch an der Verpackung erkennen kann, die noch pink und nicht violett wie bei den neueren Produkten ist.
Die Candyfuture Lippenstifte bergen ebenfalls 3,5g und kosten bei Lime Crime direkt $15,99 bei Love MakeUp wie auch die Glosse £11.50, sind also minimal günstiger als die Glosse.
Wie immer haben wir hier eine bestechende Verpackung, obwohl mir die Form nicht zusagt, die finde ich schon arg tampon-like, da gefällt es mir besser, dass sich beispielsweise die MAC Lippenstifte zur Spitze hin verjüngen. Diese Form hier ist schon sehr klobig aber das würde ich mal als Luxusproblem bezeichnen.
Bei den Farben handelt es sich immer um cremige semi-glossy oder glossy Farben ohne Schimmer oder Glitzer und es erscheinen ab und an limitierte Kollektionen, die aber eine ganze Weile erhältlich bleiben.
Letzten Herbst erschien die sehr schicke “Lip Noir” Kollektion, aus der einer meiner beiden Lippenstifte stammt. Auf der Website ist er noch erhältlich, aber andere limitierte Lippenstifte sind ausverkauft.
Retrofuturist” (links) ist ein leuchtendes, klares Rot. In der Hülse wirkt er sehr pinklastig, aufgetragen sieht man davon nichts mehr.
Glamour101” ist das limitierte dunkle Weinrot. Mir ist nie aufgefallen, wie braun es in der Hülse und auf dem Arm wirkt. Auf den Lippen habe ich keinen Brauneinschlag feststellen können.
Allerdings macht das die Farbe einzigartig, sowas besitze ich noch nicht.
Mein Fazit zu den Lippenstiften:
Hier bin ich alles andere als begeistert. Die Lippenstifte können aus meiner Sicht nicht mit der Qualität der anderen beiden Produktreihen mithalten. Zuerst einmal hat es mich sehr gewundert, dass die Lippenstifte so flockenförmig “beschlagen” waren und immernoch sind, das erkennt man im Detailbild ganz gut. Auf Retrofuturist sieht das fast aus wie ein Leopardenmuster. Ich habe soetwas noch nie gesehen aber das ist erstmal nur neutral, weil mich das nicht einschränkt.
Negative Punkte sind für mich allerdings der Geruch, der ist ziemlich süßlich aber irgendwie schwingt da eine echt billige Unternote mit. Zu der Textur muss ich sagen, dass ich es als schwierig wahrgenommen habe, die Lippenstifte gut aufzutragen. Ich empfinde die Textur als ein bisschen schmierig, das führt dazu, dass man die wirklich gut deckende Farbe hin- und herschiebt. 
Hinzu kommt, dass zumindest Retrofuturist für mich nicht SO besonders ist. Solche Farben findet man bei fast jedem Anbieter. 
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich damit alles in allem leben kann. Das Produkt ist nicht schlecht, ich finde es nur nicht so gut wie den Rest. Will sagen: mein “Leidensdruck” ist nicht so hoch, dass ich das Lime Crime Angebot der kommentarlosen Geld-Zurück-Garantie (innerhalb von 30 Tagen könnt ihr alles grundlos zurückschicken und bekommt euer Geld erstattet) wahrnehmen oder die Produkte nie wieder benutzen würde.
Ich werde sie auch weiterhin nutzen, aber ich werde mir keine Lime Crime Lippenstifte mehr kaufen, so wie ich das ursprünglich vorhatte. Mal davon abgesehen, berichten viele Blogger, dass die “normaleren” Farben noch die besten Texturen haben und dass die Konsistenzen immer trockener werden, je ungewöhnlicher die Farbe ist. Das kann ich logischerweise nicht nachprüfen aber ich möchte es auch nicht.
Abschließend ein kurzer Blick auf den Lime Crime Candy Eyed Eyeshadow Helper, der als Spontankauf in mein Körbchen wanderte, weil ich auf der Website las, dass den wohl GossMakeUpArtist ganz toll finden würde und da ich schon viele positive Reviews aus dem deutschsprachigen Raum gelesen hatte, habe ich ihn für ebenfalls $16,99 mitgenommen. Wo findet man schon eine qualitativ hochwertige Base für 14€? Die meisten kosten ja um die 20€. Natürlich muss man an dieser Stelle anmerken, dass diese hier auch “nur” 7g enthält (die UDPP birgt 11ml), also nimmt es sich prinzipiell nichts.
Natürlich kann ich zu der Base an sich noch nichts sagen. Ich bereite ohnehin gerade einen großen Primer-Vergleich mit UDPP, Too Faced Shadow Insurance,GDE Control Freak, etc. vor, da werdet ihr dann meine Meinung zu diesem Produkt vorfinden. 
Jetzt möchte ich noch meinen Standpunkt zum Lime Crime Gedöns loswerden.
Ich finde die vorherrschende Doppelmoral echt abtörnend. Als der oben verlinkte mega kritische Blogpost von Lipsticks & Lightsabers publik wurde, meinten viele, dass sie ja jetzt nicht wissen, was sie mit ihren Lime Crime Produkten anstellen sollen, weil sowas wollen sie ja nicht unterstützen.
Ich sage ganz ehrlich, dass ich kein Problem damit habe.
Klingt erstmal hart, ist im Grunde aber so. Wenn es einen so sehr stört, was die Marke “verbrochen” hat, hat man nur zwei Möglichkeiten: entweder man gibt die Produkte zurück oder man verschenkt sie an jemanden, der kein Problem damit hat, beziehungsweise wirft sie weg.
Das machen dann aber wieder nur die Wenigsten, wohl eher aber niemand.
Stattdessen wird gejammert, wie böse alles ist.
Klar, ich habe auch entsetzt geschluckt, als ich das alles gelesen habe, nach Google Recherchen kommen ja noch ganz andere Sachen raus. Am heftigsten finde ich aber die Tatsache, dass es einen tumblr Blog mit dem Titel “Doe Deere Lies.” gibt. Auch krass fand ich, dass, wenn man Lime Crime googelt, als einer der ersten Suchbegriffe “Lime Crime Scandal” auftaucht. 
Doe Deeres Reaktionen auf die ganzen Vorwürfe waren jetzt nicht wirklich elegant und seriös aber es juckt mich wie gesagt nicht. Denn wenn man auf den Zug aufspringt und rumwettert, dass Lime Crime ja an Tieren testet, obwohl sie die Produkte weitestgehend als “vegan” deklarieren und “not tested on animals” draufschreiben, muss man auch so fair und ehrlich sein, und auch alle MAC Produkte verteufeln, weil der Estée Lauder Konzern da auch schon ewig in der Kritik steht und sich nunmal nicht glaubhaft da rausreden kann. Wenn man eine Firma recherchiert und daraufhin verteufelt, muss man das auch bei allen anderen machen und dann würden wir uns am Ende vielleicht mit Erde und Ton anmalen.
Davon abgesehen weiß man auch so so vieles nicht, was die Gigakonzerne klammheimlich abziehen und wieder davon abgesehen kann man nie wissen, was stimmt und was nur Verleumdungen sind.
Man steckt nicht drin.
Daher sage ich ganz klar, dass ich meine Lime Crime Produkte weiterhin gerne benutzen und mich auch nicht dafür schämen werde, so wie ich auch meine MAC Produkte gerne benutze. 
Ich kann von mir behaupten, dass ich trotz der ganzen Skandale vorurteilsfrei an das Testen und Bewerten der Produkte gegangen bin und größtenteils begeistert aber logischerweise auch so fair war, zu sagen, dass ich die Lippenstifte eben nicht so bombig finde, wie die anderen Produkte.
Wie schon oben erwähnt, eigentlich nicht der Rede wert, in diesem Kontext ist es mir allerdings wichtig, darauf hinzuweisen.
Ich stehe zu meiner Meinung.
Und damit hätten wir diesen ausufernden Blogpost ENDLICH geschafft. Seid gepreiset, wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt! Jetzt interessiert mich natürlich, wie euch die Produkte zusagen aber besonders gern möchte ich von euch wissen, wie ihr zu dem letzten Punkt steht. Vielleicht entwickelt sich so eine kleine Diskussion, das würde mich extrem freuen!

Liebste Grüße!

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